ANTISEMITISMUS – HETEROGENITÄT – ALLIANZEN

Der Berlin-Monitor 2020

Forschungsbericht zum ersten Schwerpunkt der ‚Aktivierenden Befragung‘ (Teilstudie) des Berlin-Monitors.

Von Katrin Reimer-Gordinskaya und Selana Tzschiesche.

Die jüdische Community Berlins ist so heterogen wie die Bevölkerung der Stadt insgesamt. Jüdische Berliner*innen sind aktiver Teil ihres kulturellen Lebens und der demokratischen Zivilgesellschaft. Zugleich sind sie in der Stadt eine Minderheit, in deren Alltag sich Antisemitismus in unterschiedlichen Formen niederschlägt und dem sie zugleich individuell und kollektiv widerständig begegnen.

In der vorliegenden Studie wird Antisemitismus aus der Perspektive von Betroffenen mit Blick auf notwendige und mögliche Gegenstrategien rekonstruiert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf pluralen Zugehörigkeiten jüdischer Berliner*innen, die mit komplexen Diskriminierungserfahrungen einhergehen und die zugleich Ansatzpunkte für Community-übergreifende Allianzen werden können. Schließlich wird die nicht-jüdische Mehrheitsgesellschaft in den Blick gerückt und gefragt, inwieweit es in der Stadt gelingt, breitere Bündnisse gegen Antisemitismus und für eine vielfältig-solidarische Gesellschaft zu bilden.

Download: Berlin-Monitor 2020 – Antisemitismus, Heterogenität, Allianzen